FDP.Die Liberalen
Dietikon

Moderne Defibrilatoren zur Rettung von Leben, Interpellation von Olivier Barthe (07.09.2017)

Olivier Barthe (FDP), Mitglied des Gemeinderates, und 13 Mitunterzeichnende haben am 7. September 2017 folgende Interpellation eingereicht:

"Jährlich erleiden in der Schweiz rund 8‘000 Personen einen plötzlichen Herztod aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstandes (Quellen: Schw. Herzstiftung, Schw. Gesellschaft für Kardiologia). Der Herz-Kreislauf-Stillstand kann jederzeit und überall, also Z. B. an öffentlichen Orten in Dietikon, auftreten.
Zur partiellen Abhilfe wurden in der Vergangenheit Defibrillatoren der älteren Generation installiert, so Z. B. im Stadthaus wie auch bei der Apotheke am Kirchplatz, welche als einfache Insellösung nicht mit einem Telekommunikationsnetz verbunden sind und daher dem zwar motivierten aber wenig geschulten Helfer keine interaktive Unterstützung bieten können. Dabei gehen wichtige Minuten verloren. Mit jeder Minute, in welcher nichts oder Falsches passiert, verschlechtern sich die Oberlebenschancen um 10 Prozent (Quelle: Zürcher Gesellschaft für Kardiologie ZGK).
Eine neue Generation von Defibrillatoren verbindet bei Aktivierung den Helfer sofort mit dem Rettungsdienst (Notruf Sanität 144) und übermittelt automatisch die örtlichen Koordinaten. Eine medizinische Fachperson unterstützt den Helfer interaktiv, das heisst mit Bezug auf den vorliegenden Fall. Die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation überwindet Hemmungen und Ängste beim Helfenden. Das Sanitätsfahrzeug wird durch die übermittelten Daten und einer speziellen Applikation der Swisscom zur Unglücksstelle gelotst. Diese lebensrettende Innovation namens Lifetec One stammt von einem in Dietikon angesiedelten Unternehmen (LifetecAG).

In diesem Kontext bitte ich den Stadtrat höflich um Beantwortung folgender Fragen:
1. Welche Massnahmen plant der Stadtrat aktuell, um ungeschulten Helfern beim Retten von unmittelbar vom Herztod bedrohten Personen im öffentlichen Raum Unterstützung zu bieten sowie Hemmungen und Ängste abzubauen?
2. Wo sind aktuell, neben dem Stadthaus, der Apotheke am Kirchplatz sowie in einem Feuerwehrfahrzeug, weitere Defibrillatoren installiert?
3. Welche der aktuell installierten Defibrillatoren sind bereits modernen Typs, das heisst mit automatischer Verbindung sowie interaktiver Hilfe des Rettungsdienstes?
4. Inwiefern könnte sich der Stadtrat vorstellen, an zusätzlich zu den bestehenden, ebenfalls belebten Orten in Dietikon, die modernen, mit dem Rettungsdienst verbundenen Defibrillatoren zu installieren?
5. Wie gestaltet sich das Wartungskonzept zu den bestehenden sowie allenfalls zukünftigen Defibrillatoren betreffend Akkus und weiteren Aspekten?“